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  • AutorenbildSasquia Antúnez Pineda

Sasquias „Warum“

Ich lebe mit meinem Ehemann und zwei kleinen Töchtern in der Provinz Quebec in Kanada. In den letzten Jahren habe ich am Wycliffe College (Universität Toronto) einen Masterstudiengang in theologischen Studien und internationaler Entwicklung absolviert. Zuvor war ich in Kanada als Highschool-Lehrerin tätig.

Ich habe mich nach einem Gespräch mit einer ehemaligen Professorin entschlossen, 2019 dem Vorstand von „Basis“ beizutreten. Sie wusste von meiner Leidenschaft für die Jugendgerichtsbarkeit und meiner Absicht, in Honduras mit gefährdeten Jugendlichen und Jugendlichen, die in Justizvollzugsanstalten einsitzen, zu arbeiten, und erzählte von der Arbeit von „Basis“ in Indien, die Kindern und Jugendlichen, die in ärmlichen Verhältnissen leben, Lernmöglichkeiten bietet - ein Ziel, das sich wunderbar mit meinem Wunsch deckte, gefährdeten Jugendlichen in Honduras und auf der ganzen Welt Bildungsmöglichkeiten zu bieten.

Einer meiner Hauptgründe für den Wechsel von der Lehrtätigkeit zur internationalen Entwicklungsarbeit war die Situation der Jugend in Honduras, meinem Herkunftsland. Einerseits ist die Jugendgewalt in diesem Land besorgniserregend. So viele Jungen und Mädchen sind in Bandenaktivitäten verwickelt, die sie in die Illegalität treiben, oft mit tragischen Folgen für sie und ihre Familien. Andererseits waren Jugendliche in Honduras dieses Jahr als Beobachter bei den jüngsten Präsidentschaftswahlen einflussreich und sorgten dafür, dass der demokratische Prozess friedlich und transparent verlief. Beide Situationen zeigen, wie mächtig Jugendliche sein können, um positive oder negative Veränderungen in einem Land herbeizuführen. Doch damit sich Jugendliche entfalten können, brauchen sie Erwachsene, die sie durch Liebe, Fürsorge, Mentoring, das Vorleben ethischer Grundsätze und guter Verhaltensweisen sowie durch die Förderung von Lern- und Kreativitätsmöglichkeiten unterstützen. Als ehemalige Lehrerin und derzeitige Praktikantin im Bereich der Jugendgerichtsbarkeit bei ASJ Honduras - einer internationalen Organisation, die sich für strukturelle Veränderungen in Honduras einsetzt - glaube ich daher fest an die Macht der Bildung, insbesondere an ihre Wirkung auf Kinder und Jugendliche.



Einer der Hauptgründe, warum ich dem Vorstand von „Basis“ beigetreten bin, ist der Glaube der Gründer an die Bildung und die vielfältigen Möglichkeiten, welche die digitale Bildung für Kinder und Jugendliche auf der ganzen Welt bieten kann (auch für diejenigen, die keinen Zugang zu einer Schule haben), und die es ihnen erleichtern, ihre Kreativität und ihr Potenzial zu entfalten.

Wie wir heute wissen, ist das Fernlernen angesichts der neuen Realitäten der Pandemie zu einem wichtigen Medium für die Bereitstellung von Bildungsmöglichkeiten geworden. Die Gründer von „Basis“ konnten vorhersehen, wie die digitale Bildung vielen Menschen, die in ärmlichen Verhältnissen leben, Zugang zu Lernmöglichkeiten und sozialen Kontakten auf der ganzen Welt verschaffen kann - Möglichkeiten und Kontakte, die sonst aufgrund mangelnder Ressourcen und anderer Einschränkungen nicht möglich wären.

In diesem Jahr plane ich eine Reise nach Honduras, um in Jugendstrafanstalten ein Feldforschungsprojekt über deren Rehabilitations- und soziale Reintegrationsprogramme durchzuführen. Ich werde Mitarbeiter der Programmdurchführung und Jugendliche zu den Veränderungen befragen, die sich bei den Jugendlichen vollziehen, sowie zur Durchführung der Programme in den Zentren. Ich hoffe, das Modell von „Basis“ bald den Akteuren in Honduras vorstellen zu können, die sich für die soziale Wiedereingliederung inhaftierter Jugendlicher einsetzen, um Lernmöglichkeiten zu schaffen.

Ich bin nach wie vor Vorstandsmitglied bei „Basis“, weil mich deren Vision und ihr Fokus auf Innovation und Gemeinschaftsentwicklung auf internationaler Ebene inspiriert. Für mich bringt „Basis“ frischen Wind in die internationale Entwicklungsarbeit, angefangen bei der Leidenschaft ihrer Gründer und dem Respekt, den sie den lokalen Gemeinschaften und Kulturen entgegenbringen, und der Art und Weise, wie sie ihre Entwicklungsarbeit durch die Zusammenarbeit mit lokalen Partnern in Indien und bald auch in anderen Ländern unterstützen.

Ich sehe eine glänzende Zukunft für „Basis“ und ihre Schützlinge voraus, eine Zukunft, an der ich hoffentlich teilhaben werde!

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